The Swarm

Werte Leser,

dieser Blog-Eintrag befasst sich – welch Wunder, bei dem Titel – mit ‘The Swarm’, der neuesten Achterbahn im britischen Thorpe Park. Denn wie es der Zufall wollte, verbrachte ich kürzlich zwei Tage bei unseren britischen Freunden. Und es war tatsächlich Zufall. Durch das Nutzen von Germanwings’ ‘Blind Booking’ überließ ich der Airline die Auswahl meines Ziels. Dass ich also nicht nach Barcelona, Wien oder Rom geflogen bin, war tatsächlich schlicht und ergreifend Zufall. Continue reading

Tipp für mal so…

Liebe Besitzer, Pächter oder Vermarkter von Veranstaltungsräumen,

im Sinne der Ressourcenschonung finde ich Toilettenräume mit Lichtschaltung über Bewegungsmelder echt super. Aber: Wenn ihr sie in euren stillen Örtchen verwendet, so haltet euch doch bitte an eine ganz einfach Regel:

Bringt bitte zusätzliche Bewegungsmelder in den Klo-Kabinen an.

Ich bedanke mich bei meinem Onkel, der um 4:30 Uhr wohl nochmal pinkeln musste, dass ich nicht die Nacht im Dunkeln verbringen musste.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Tibidabo

Herzlich Willkommen!

Wie fängt man einen Blog an? Das ist eine gute Frage. Das Design steht, das Rundherum ist ausgeschmückt, nun wartet der Blog auf seine Essenz: Artikel.

Ich habe mich entschlossen einige Worte zu dem Freizeitpark zu schreiben, in welchem mein Titelbild entstanden ist. Der Tibidabo auf Bareclonas gleichnamigem Hausberg. Auch wenn mein Besuch mittlerweile einige Jahre zurückliegt, möchte ich ihn gerne mit der interessierten Leserschaft teilen.

Mein Tag begann in einem guten, aber günstigen Hotel in Barcelona unweit der Ramblas. Ich hatte ausgeschlafen und ich begab mich zur nahe gelegenen U-Bahn-Station um herauszufinden wie ich wohl nach Tibidabo komme. Ich fand, dass eine Station Namens „Av. Tibidabo“ ganz gut klang und nahm die Linie L7 dorthin. Als ich im Norden Barcelonas wieder das Tageslicht erblickte, stand ich auf einem großen Platz mit furchtbar vielen Autos und vor allem Motorrädern. Eine der Hauptattraktionen ist auch in Barcelona der Verkehr an sich. Wenn man halbwegs lärmresistent ist, kann man stundenlang am Straßenrand sitzen und sich das Treiben anschauen. Wo 3 Fahrstreifen auf die Fahrbahn gepinselt sind, fahren mindestens 4 Fahrzeugreihen nebeneinander, wovon in einer dann meist auch ein schön breiter Bus oder LKW fährt und zwischen all diesen vierrädrigen Gefährten tummeln sich mindestens ebenso viele Zweiräder. Und als Fahrer dieser darf man in Barcelona wohl überhaupt keine Skrupel haben. Sehr amüsantes Treiben.

Da ich aber nicht von mir behaupten konnte lärmresistent zu sein und schon genügend unangenehme Begegnungen mit dem Großstadtstraßenverkehr hatte und vor allem da ich ja nach Tibidabo wollte, verzichtete ich auf eine weitere Vorstellung dieser ganz besonderen Aufführung und fragte einen Busfahrer nach dem Weg nach Tibidabo. Er zeigte auf die andere Straßenseite und erzählte dabei noch einen spanischen Roman, den ich natürlich nicht verstanden habe. Aber ich sah dort, wo er hinzeigte eine Schlange von Menschen, wo ich mich dann einfach mal hinten anstellte. Wie sich herausstellte warteten die Menschen (und ich damit auch) auf die so genannte Tramvia Blau. Eine Art historische Straßenbahn, welche ca. einen Kilometer bergauf fährt. In einer Geschwindigkeit, in der man durchaus auch nebenher laufen könnte. Da die Strecke aber richtig (!) steil ist, war ich natürlich zu faul und fuhr mit der Tramvia Blau, welche komischerweise rot ist. Auf der Strecke nach oben kam uns der zweite Wagen der Bahn entgegen. Immerhin der ist blau.

Oben angekommen freute ich mich auf den Freizeitpark und stürmte aus der Bahn. Aber auch hier wurde ich enttäuscht, denn wenngleich ich mich laut einem Schild bereits über 300 Meter über N.N. befand, alles, was von Tibidabo zu sehen war, war die Talstation einer weiteren Bahn. Diesmal eine Mischung aus Zahnradbahn und CableCars. Also auch hier noch mal angestellt und weitere geschätzte 200 Höhenmeter nach oben zurückgelegt um endlich am Ziel anzukommen: Tibidabo! Was diesen kleinen und durchaus netten Park so einzigartig macht ist ohne Frage seine Lage. Betritt man das Areal, so erahnt man bereits welch tolle Aussicht sich von diversen Attraktionen bietet. Ganz besonders zu erwähnen sei hier das Riesenrad und der Darkride mit Außenteil.

Das Riesenrad steht am Rande des Abgrunds auf der obersten Ebene und dreht sich so verdammt schnell, dass die Gondeln ordentlich ins Schaukeln geraten. Gar nicht so unthrillig, da mir Riesenräder ohnehin zuweilen suspekt sind und die Schaukelei über den Dächern von Barcelona auch nicht zu meinem subjektivem Sicherheitsempfinden beitrug. Heldenhaft habe ich aber schließlich diese Fahrt überlebt. Der Darkride liegt ganz in der Nähe des Riesenrades und wartet mit tollen Indoor-Passagen auf. Ganz besonders zu erwähnen ist hier natürlich aber die Fahrt im Außenbereich. Die Fahrt in fliegenden Teppichen gepaart mit der immer noch unbeschreiblichen Aussicht auf Katalonien und das Mittelmeer, rockt einfach ganz gewaltig. Man mag mir die Wortwahl verzeihen, aber beim besten Willen bin ich nicht fähig eine andere Formulierung zu finden. Mein Tipp: Hinfahren, Ausprobieren!

Die im Titelbild zu sehende Achterbahn spielt natürlich auch wunderbar mit der Lage. Allerdings hat man sich vor Kurzem dazu entschlossen diese abzureißen. Was soll’s, ich bin sie gefahren. Ich habe es erlebt. Und es war großartig. Interessant, wie aus einer harmlosen Kirmes-Achterbahn allein durch ihre Lage ein ganz besonderes Erlebnis wird.

Insgesamt kann ich Tibidabo nur empfehlen. Allein die Anreise ist abenteuerlich. Es gibt wohl auch die Möglichkeit mit einer Seilbahn von hinten an den gesamten Komplex heranzukommen. Da ich diesen aber nicht gewählt habe, kann ich hierzu nur wenig sagen. Aber es gibt ja Mittel und Wege.